Freitag, 7. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 5 - Big Buddha

Am Donnerstag haben wir uns dann mit Nadine, Judith und Charmaine getroffen, um gemeinsam den großen Buddha auf Lantau Island zu besuchen. Mit der MTR ging es ziemlich fix auf die Insel. Am Ende der Linie befand sich auch direkt die Seilbahn, die uns zum Buddha bringen sollte. Nachdem wir ewig anstanden, konnten wir endlich in die Gondel, MIT GLASBODEN!!! =) Ha, jetzt seit ihr geschockt. Oder auch nicht, weil ihr schon das Bild gesehen habt. :D



Hier Mal ein Paar Bilder von der 25-minütigen Fahrt: 

Krass oder?

Blick aus der Gondel auf den Flughafen
der große Buddha
Oben angekommen, passierten wir erstmal eine Menge Souvenirshops auf dem Weg zum Buddha, unter anderem auch einer für Stäbchen. Die sahen schon echt kunstvoll aus. Da hab ich mich schon n bisschen geärgert, dass ich Miri schon beschenkt hatte. Aber da war er dann, der große Buddha. Groß aber irgendwie nicht so sehr beeindruckend, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Ich guck schon 'n bissl glücklich =)
*YAMMI* =)
Wieder zurück in der Stadt haben wir dann noch Zutaten für Rostbrätel eingekauft. Bautz'ner Senf hat mir Miri ja extra mitgebracht. Am Tag drauf wollte ich nämlich meinen Geburtstag feiern und mit ein paar Leuten braten und mal ein internationales Feedback für die Thüringer Rostbrätel bekommen. Also haben wir die schonmal schön vorbereitet, was in mir die Vorfreude extrem gesteigert hat.

Danach sind wir noch zusammen zum Alpha Course gegangen, zu dem ich schon eine Weile hingehe, um mehr über das Christ-Sein zu lernen. Das war auch wieder sehr schön und es herrschte 'ne angenehme Atmosphäre. Und Miri war wieder total willkommen, obwohl Sie ja als Fremde in die Runde gekommen ist. Faszinierend diese Gemeinde =)

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 4 - Mozarella im Angebot

Der nächste Tag war ziemlich verregnet, also blieben wir ziemlich lang im Bett und hatten ein ausgiebiges Sektfühstück. Und es gab nicht nur irgeneinen Sekt, sondern Moët. Miri hat vorher schon immer von dem Sekt erzählt und das hat auf mich den Eindruck gemacht, dass es der Inbegriff von Luxus für sie wäre. 
Da wir schon kein tolles Hotel hatten, dachte ich mir, dass wir uns dann wenigstens einen guten Sekt gönnen könnten. =) Aus Plastikgläsern selbstverständlich. Wir wollen es ja nicht übertreiben mit dem Luxus! :D

kurze Museums-Pause
Wir entschlossen uns dann irgendwann, doch mal vor die Tür zu gehen und das Hong Kong History Museum zu besuchen, welches die Geschichte Hongkongs von Uhrzeiten bis Heute erzählt. Da Mittwoch war, kamen wir sogar kostenlos rein. Museen sind Mittwochs in Hongkong immer kostelnlos, toll oder? Das Ersparnis haben wir uns dann aber wieder zunichte gemacht, indem wir einen Sprachführer genommen haben, bei dem wir uns gerade mal die ersten 3 Nummern angehört haben.
Das Museum war aber echt schön gemacht und interessant, aber man muss sich mehrere Tage dafür vornehmen. Wir hatten dann nach 3 Stunden nicht mehr so richtig Elan und sind durch alles durchgerannt. Zwischendurch haben wir in der Kantine dort einen Salat gegessen und Tee getrunken. Bei dem Wetter durchaus passend, richtig warm war es nämlich auch nicht.

Mozarella für umgerechnet 5,60 €




Nach dem Museum sind wir dann nochmal einkaufen gegangen, diesmal in eine Art Tegut, nur noch edler. So edel waren dann auch die Preise für importierte Produkte. Zum Beispiel Mozarella im Angebot (!!!) für 56 HKD. :D Da muss man doch glatt zuschlagen...haben wir aber nicht gemacht. ;)

Für den Abend hatte ich eigentlich noch geplant zur Ladies Night wegzugehen, weil Miri da überall kostenlos reingekommen wäre und bei manchen Bars sogar mit dazugehörigem Begrüßungsdrink. Nach dem einkaufen im Hostel angekommen wollten wir uns eigentlich auch nur kurz ausruhen...ABER wir sind erst um 4 wieder aufgewacht. :D

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 3 - Happy Birthday!

An meinem Geburtstag haben wir das Frühstück gleich mal ausfallen lassen und wollten in ein schickes italienisches Restaurant gehen. Auf dem Weg dahin überkam uns aber der Hunger und vor allem bot sich uns eine günstige Alternative. The Spaghetti House. Miri hatte eh nur Lust auf Spaghetti Bolognese und mir grummelte es im Magen. Also haben wir uns schnell umentschieden und haben dort gegessen. Für mich gab es Lasagne Carbonara.

Gut gesättigt sind wir zur PolyU gefahren, um noch einen Kaffee zu trinken, bevor ich zur Probe für das Mulan-Lied (Auftritt war die Woche darauf, später mehr) und anschließend zu meinem zweiten Chinesisch Test gegangen bin. Nach einer kurzen Tour durch den Campus ging Miri dann etwas Shoppen, leider erfolglos.

Nachdem wir uns wieder getroffen haben, wollten wir eigentlich nur schnell ein bisschen was für den Kühlschrank einkaufen und dann in eine Bar auf dem Dach eines Hochhauses, bei der ich einen Tisch für uns reserviert hatte. Der Part mit dem Einkaufen war gar nicht so einfach. In der unmittelbaren Nähe des Hostels war nämlich keine "Kaufhalle" mit ausnahme von 7Eleven und Circle K. Nachdem wir eine ganze Weile im Regen gesucht haben und an Läden, wo das Fleisch auf einem Tisch an der Straße zerhackt wurde, vorbeikamen, haben wir dann doch noch ein "Wellcome" gefunden. Wieder im Hostel war es natürlich schon zu spät für die Bar, aber Judith, Nadine und Charmaine hatten noch eine Geburtstags-Überraschung für mich. Also sind wir dann ins Wohnheim gefahren.

Die Mädels hatten eine Torte für mich. Das Motiv möcht ich nicht erklären, aber ihr könnt gern wild spekulieren! :D

2 Jahre alt ist der große Pitti jetzt :D
Tickets für Cold War





Nachdem wir uns jeder ein köstliches Stück haben schmecken lassen, sind Miri und ich dann noch ins Kino gegangen, um James Bond - Skyfall zu schauen. Dort angekommen, lief der aber schon. Was nun? Etwas später fing noch ein Kantonesischer Film an, zum Glück mit Englischen Untertiteln. Das war ein Spaß. Der Film hieß Cold War und es ging um die Polizei in Hong Kong, die von Terroristen angegriffen wird, um an dem Image der Stadt, die sicherste in Asien zu sein, zu rütteln. Hier der Trailer:



War schon cool für mich, einen so professionellen Film zu sehen in dem man so viele Orte gesehen hat, an denen ich schon war. Ein bisschen Kantonesisch hab ich auch verstanden (meistens nur Zahlen, Uhrzeiten und Füllwörter) und obwohl der Film etwas verwirrend war (das fand mein Kantonesisch verstehender Mitbewohner übrigens auch), fanden wir ihn eigentlich ganz gut. 
Als kulinarische Untermalung gab es ein Hotdog und kleine Würstchen in Käse-Sauce, die wir nur genommen hatten, weil unsere Suche nach einem gesunden Salat vor dem Film vergeblich war. :D

Müde sind wir dann wieder ins Hostel gefahren und haben uns auf den nächsten Tag gefreut. Anfangen musste er ja gut. Schließlich war der Kühlschrank wieder voll =)

Dienstag, 4. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 2 - Straßenessen / Viktoria Peak / Geschenke!!! =)

Am Sonntag haben wir erstmal ausgiebig ausgeschlafen, im Bett gefrühstückt und sind dann zusammen zum 17 Uhr-Gottesdienst. Wie gesagt, wir haben ausgiebig ausgeschlafen. =)
Miri war ähnlich begeistert wie ich als ich das erste Mal dort war und meinte, dass sie toll findet wie authentisch die Christen in der Gemeinde sind. Auch der Gottesdienst selbst samt Predigt war echt gut. Danach haben wir noch mit ein paar Leuten vor der Kirche geplaudert. Die, die mich kannten haben Miri begrüßt, angekündigt hatte ich sie ja schon lange. =)
Wie immer gingen einige danach gemeinsam Abendessen und wir schlossen uns ihnen an. Diesmal wurde die Temple Street angepeilt, um dort in einem Straßenrestaurant zu essen. So kam Miri gleich mal in den Genuss chinesischer Küche. Und es hat ihr geschmeckt. Wie man das hier so macht, wurden mehrere Gerichte bestellt, die wir dann alle teilten. So konnten wir wieder eine Menge kosten und das meiste war echt lecker. Und ich war erstaunt, wie gut Miri mit den Stäbchen klar kam. Nach kurzen anfänglichen Schwierigkeiten konnte sie es am Ende richtig gut. Dafür hab ich ne Woche gebraucht. Sie is halt doch 'ne Hentzschel. ^^
Anschließend sind ein paar von uns noch in ein Dessert-Restaurant gegangen, das sich auf Milchprodukte spezialisiert hat. Für uns gab es warme Milch mit Honig, zumindest hat es so geschmeckt. =D Bei einer anderen war noch ein rohes Ei mit drin. *YAMMI*

Bank of China Tower (links) und
HSBC Building (rechts)
Der nächste Tag hat ähnlich begonnen, nämlich mit ausschlafen und Frühstück im Bett. Wo auch sonst? :D Für den Tag haben wir uns vorgenommen, auf den Victoria Peak zu gehen. Also ab nach Hong Kong Island, an Gebäuden vorbei, die ich bisher nur von Weitem gesehen hatte und mit der Peak Tram nach oben. Wir mussten eine ganze Weile anstehen und das obwohl Montag war.

Vietnamesisch, das Schälchen in der Mitte war
nur mit Vorsicht zu genießen :D
Oben angekom- men, hatten wir erstmal Hunger und haben uns ein vietnamesisches Restaurant ausge-sucht. Das war ja mal sowas von lecker.

Danach sind wir erstmal auf die Aussichtsplattform und haben uns Hongkong angeschaut. Aber irgendwie war die Aussicht jetzt nicht ganz so beeindruckend. Auch für Miri nicht. Es lag wohl daran, dass so viele Touristen um uns rum waren und man das gar nicht richtig genießen konnte. 
DAS Bild von Hongkong

Also haben wir es nicht lange ausgehalten und haben dann beschlossen wieder nach unten zu laufen. Daraus wurde dann aber ein Verdauungsspaziergang um einen Hügel auf dem Peak, weil der Weg, den wir genommen hatten nicht dahin geführt hat, wo wir hin wollten. 
Von dort war die Aussicht viel eindrucksvoller und auch der Kontrast von Natur und Stadt schöner. Als wir dann wieder bei der Tram-Station angekommen sind, fuhren wir wieder runter. 
Mit einem "Oben-Ohne-Bus" ging es wieder zur MTR-Station. Es war einfach herrlich die Leute zu beobachten, die einfach von allm ein Foto oder Video gemacht haben, sei es nur ein Gullideckel^^. Also manche Asiaten sind echt komisch und erfüllen jedes Klischee.

man beachte die Reflexion der Sonne im Sky100
Direkt neben dem Eingang zur Station war dann der neu in Hongkong eröffnete Laden von Abercrombie & Fitch. Zu meinem Glück waren die männlichen Models komplett bekleidet, an dem Tag. 
Drinnen wird man dann von jedem Model/ Verkäuferinnen sehr nett angesprochen. Manche haben sogar zur Musik getanzt. Allgemein hat der Laden eher einer Disco geähnelt und alles wurde mit dem markeneigenen Parfüm vollgesprüht. Aber es war kein zu penetranter Geruch. 
Auch mal eine Erfahrung den Laden von Innen zu sehen.

Den Rest des Tages haben wir im Hostel verbracht und hätten beinahe meinen Geburtstag verpasst. Aber zum Glück hat mich mein Vati pünktlich 0:00 Uhr Ortszeit angerufen, um mir zu gratulieren =). Danach wurden erstmal Geschenke ausgepackt...Eine Menge Geschenke!!!! Hab mich so gefreut, dass so viele an mich gedacht haben. Miri hat extra ihren Platz im Koffer dafür geopfert und 7 Kilo Geschenke mitgenommen^^.

Nachher
Vorher

Also noch einmal Danke an alle und vor allem an Miri, dass sie alles mit nach Hongkong gebracht hat. :-*

Montag, 3. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 1 - Ankunft

Wird Zeit, dass ich mal wieder schreibe. Vom 16.11. bis 25.11 war Miri zu Besuch. Wir hatten nicht das beste Wetter aber haben doch einiges erlebt. Leider war mein Akku chronisch alle, sodass ich nicht viele Bilder machen konnte. Also müsst ihr viel lesen. :P

Am Sonntag (16.11.) hatte ich das erste Mal Meeting an der anderen Uni, zu der ein Teil der Ausrüstung, die ich eigentlich mitbenutze, jetzt wandert. Die liegt auf Hong Kong Island, also musste ich einen für mich ungewohnten Weg zum Flughafen einschlagen, um Miri abzuholen. Direkt nach meiner Präsentation (ich hab gleich freiwillig begonnen) hab ich mich auf den Weg gemacht. Ewig kam kein Bus und die Zeit wurde immer knapper. Ursprünglich wollte ich nur mit dem Bus fahren und zwischendurch umsteigen, weil günstiger, aber da ich Miri nicht warten lassen wollte, habe ich mich umentschieden und den Airport Express genommen, der in einer halben Stunde direkt von Hong Kong Island zum Fluhafen fährt. mit dem Bus hätte ich noch eine Stunde länger gebraucht.
Also bin ich pünktlich angekommen, um auf meinen langersehnten Besuch zu warten. Nach einer Weile kam Miri dann auch in die Ankunftshalle und ich...seh sie erstmal nicht. Die ganze Zeit hab ich Aussschau nach ihr gehalten aber im entscheidenden Moment hab ich wohl geträumt. Und dabei hatte sie ihren roten Mantel an.^^ Zum Glück hat Miri mich erkannt =)

Dann ging es im Bus zum Hostel. Schon während der Fahrt hat mich Miri mal darauf aufmerksam gemacht, wie anders Hongkong doch ist. Alles Sachen, die mir gar nicht mehr so sehr auffallen (die chinesischen Ansagen im Bus, die vielen Leute, die hohen Gebäude und der Linksverkehr um nur einige Dinge zu nennen).
Am Hostel angekommen begrüßte uns erst einmal eine Schar Inder und Pakistanis mit den Worten "Copy Watches & Handbags" (die wollen da Billig-Imitate von Luxusuhren und Handtaschen wahrscheinlich an Touristen verkaufen, die von den gehobenen Preisen frustriert sind). Nachdem wir uns in den Fahrstuhl gepresst hatten, ging es in den 15. Stock, um unser kleines aber feines Zimmer zu beziehen.
Das Gebäude "Chung King Mansion", in dem sich unser Hostel befand, war selbst etwas zwielichtig würde ich sagen. An keinem anderen Ort in Hong Kong habe ich so wenige Chinesen/Hongkonger gesehen, mit Ausnahme von Lan Kwai Fong ("Party Meile" auf Hong Kong Island).

Bad
Nach kurzer unklomplizierter Key-Card-Übergabe konnten wir schon ins Zimmer und Miri sich erstmal nach der langen Reise frisch machen. Das lustige daran war, dass das ganze Bad (1 m²) auch gleichzeitig der gesamte Duschraum war, das heißt, dass alles nass wurde, wenn man sich duscht. Das Bild erklärt vielleicht mehr. Anfangs war das schon ziemlich gewöhnungsbedürftig aber wir haben uns schnell angepasst.

Bett und Nachttisch mit
Kühlschrank (sehr nützlich)













Nach einem Nickerchen (ich musste auch Schlaf nachholen, weil ich wie gewöhnlich vor den Meetings am Samstag nicht viel Schlaf bekommen hatte) fuhren wir eine Station mit der MTR zum Wohnheim, um meine Sachen zu holen.

Der Fernseher war nur einmal kurz an, ich
weiß echt nich mehr wofür man den braucht ^^
Da es auf dem Rückweg schon zu spät für die MTR war, mussten wir zurück laufen. Dabei konnte ich Miri gleich mal die Promenade und die Avenue of Stars zeigen. An der Uferpromenade setzten wir uns für eine Weile auf die Wiese, genossen die Ruhe, sowie die Sicht auf die Skyline von Hong Kong Island, deren Lichter zu meiner Verwunderung gedimmt waren. Ich hatte vom Mid Autumn Festival noch einen Moon Cake für Miri aufgehoben, den wir dann dort gegessen haben. Gut war er denke ich noch, geschmeckt hat er uns trotzdem nicht so wirklich. :D Aber mir ging es um die Geste, einen mit ihr zu teilen und mit der Kulisse und der Ruhe war es schon ein schöner Moment der Zweisamkeit. =)

Auf den letzten Metern, vorm Hostel haben wir dann noch eine Gruppe von Obdachlosen (meine Annahme, Miri is der Meinung, dass das ganz normale Leute waren, denen einfach nach Schlafen war) auf Bänken gesehen, die ihre Schuhe ordentlich daneben gestellt hatten. Schon etwas seltsam, wenn man das mit deutschen Obdachlosen vergleicht.

Miris Geschenke
Anschließend im McDonalds (ja...um die Uhrzeit ist ist es auch in Hong Kong schwer noch etwas gesundes zu essen zu kriegen) ein ähnliches Bild. Die meisten Sitzplätze waren belegt von Leuten, die dort mit dem Kopf auf dem Tisch schliefen. Der Schnelllebigkeit zollt also doch ab und zu seinen Tribut.

Zurück im Hostel hat Miri dann noch ihre Geburtstagsgeschenke von mir bekommen. Einen Fächer, ein schönes Essstäbchen-set und einen selbstgebastelten Weihnachtskalender. =)