Mittwoch, 12. Dezember 2012

1. Advent

fast schon besinnliches
Weihnachtsfeeling
Eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass in Hongkong überhaupt ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen könnte. Aber da mir Mutti und Vati ja so ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht haben, hab ich beschlossen, das, was ich nicht schon in den zwei Wochen bis zum 1. Advent vertilgt hatte, zu teilen. Also haben wir uns einen gemütlichen 1. Advent gemacht.
Vorhänge zu, grelle Lichter aus, eine Kerze angezündet und Weihnachtsmusik angemacht (Es lebe Youtube!) und dann setzten Charmaine, Judith, Nadine und ich uns zusammen, um Plätzchen, Lebkuchen, Marzipanbrot, Mandarinen und Eis mit Miris selbstgemachtem Eierlikör zu essen. Und plötzlich war sie da, die Weihnachtsstimmung =)

So kann man einen Sonntag ausklingen lassen =)

Dienstag, 11. Dezember 2012

Chinese Festival

Wie ich mal erwähnt hatte, musste mein Chinesischkurs am 27.11. beim "Chinese Festival" auftreten. Wir hatten uns dieses Lied aus Mulan ausgesucht ("Sei ein Mann!"). Jetzt war es so weit und wir mussten das Lied singen. Leider ist das Video zu groß und ich kann nicht alles davon hochladen. Aber einen kleinen Auschnitt könnt ihr hier sehen (ich stehe übrigens hinten rechts :D):

 
unser multikultureller Kurs (Frankreich, Spanien, Finnland,
Norwegen, Bangladesch, Mexiko, Italien, Indien, Türkei,
Deutschland) und unsere Lehrerin (vorn, 4. von links) (China)
Sogar ein Zertifikat haben alle Teilnehmer
bekommen. Outstandingly (=hervorragend) ...
ich weiß ja nicht :D





Montag, 10. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 8 - Das wars schon :(

unser reich gedecktes Bett
Am letzten Tag Miris Besuches haben wir nochmal alles aufge-"bettet" was wir noch hatten und schön gefrühstückt. Um 12 mussten wir aus dem Zimmer raus sein, was wir am Vortag nur mündlich abgeklärt hatten. Wahrscheinlich hätten wir auch noch später gehen können. In Deutschland undenkbar :D.

Wieder im Regen (das war wetter-technisch wirklich die schlechteste Woche in Hongkong, die ich bisher hatte, Sauerei!!! -.- ) sind wir dann ins Wohnheim.
Dort fiel mir noch auf, dass eine Strichliste geführt wurde, um für den Studentenrat des Wohnheims abzustimmen. In China werden Stichlisten anders geführt als bei uns. Wir fassen 5 ja mit 4 senkrechten und einem horizontalen Strich zusammen. 
Hier wird dafür die Zahl 5 genommen, dessen chinesisches Zeichen aus genau 5 Strichen besteht. Sieht ungewohnt aus, aber macht irgendwie Sinn. Gerade auch weil unsere Zählweise die Zahl 40 beschreiben würde, weil die 10 ein Kreuz ist und jeder angefügte vertikale Strich die Zahl um 10 erhöht. Wieder was Anderes. =)

sogar Vollkornbrot hatten wir. Danke, Schwesterherz =)
Eigentlich wollten wir noch Tischtennis spielen gehen, aber es war da grad nicht möglich, einen Schläger auszuleihen, also haben wir einfach noch die gemeinsame Zeit genossen und sind dann mit dem Bus zum Flughafen gefahren. 

Dort angekommen überfiel uns (naja hauptsächlich mich ;) ) nochmal der Hunger und so haben wir uns, nachdem Miri ihr Gepäck (mehr oder weniger ein leerer Koffer im Vergleich zum Hinflug) abgegeben hatte, ein Restaurant gesucht, um noch mal was schönes zusammen zu essen. War auch nochmal lecker aber Miri war glaube ganz froh, die Deutsche Küche bald wieder zu haben.

Strichliste, mal anders =) (interessant ist auch
die Anzahl der Gegenstimmen auf der rechten
Seite :D)


Etwas in Zeitnot ging es dann schnell zur Sicherheitskontrolle und dann hieß es auch schon wieder "Bis bald, Miri!". Für große Abschiedszeremonien blieb zum Glück nicht viel Zeit. So wurde uns nicht bewusst, dass wir uns wieder 3 Monate nicht sehen. *Seufz* Aber ich freu mich schon sehr, auf mein Zurückkommen. =)
Langsam habe ich auch das Gefühl, das mich in Hongkong nicht mehr so viel überrascht. Das hat Miri mir oft gezeigt. Sachen die so sehr anders sind, fallen mir kaum noch auf. Vielleicht sollte ich mal wieder die Augen auf machen =).
Nach der Sicherheitskontrolle stand Miri erst mal an einer elend langen Schlange und wir hofften beide, dass sie noch rechtzeitig zum Gate kommt. Ich hab immer nach einem roten Mantel Ausschau gehalten, um zu sehen, wie weit sie schon vorangekommen ist. Aber als sie mir dann geschrieben hatte, dass sie am Gate ist und auf das Boarding wartet, hab ich dann auch wieder den Heimweg angetreten, leider wieder alleine, aber trotzdem gespannt, was mir in der zweiten Hälfte meines Aufenthalts in Hongkong noch alles passieren würde.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 7 - Brunch/Victoria Park/Salat mit Stäbchen

Hard Rock Café in Lan Kwai Fong


Was gibt es schöneres als einen Samstag mit Brunchen zu beginnen. Im Internet wurden einige empfohlen. Ich habe einfach einen auf Hong Kong Island ausgewählt. Also sind wir früh ohne Frühstück im Bett nach Central gefahren. 
Nachdem ich Miri kurz Lan Kwai Fong bei Tag gezeig hab (man merkt da nicht viel von der "Partymeile") haben wir das längste überdachte Outdoor Rolltreppen System der Welt genommen, um zum "Brunch Club", wie der Laden heißt, zu kommen. Ziemlich enttäuschend ist, dass die Rolltreppe ständig unterbrochen wird, so dass man nicht wirklich den Eindruck bekommt, etwas besonderes zu machen, indem man die Rolltreppen nimmt.

Moschee, das Haus dahinter ist in
Wirklichkeit gerade, das Panoramabild
wurde nur nicht perfekt zusammen
gesetzt
"The Brunch Club" war ziemlich Englisch aber auch irgendwie gemütlich, wenn auch ziemlich eng. Aber das wichtigeste: Es war echt lecker. Spiegel und Rührei haben geschmeckt, als würden sie von glücklichen Hühnern kommen. Auch sonst hat alles sehr natürlich und gut geschmeckt. 
Später wussten wir auch warum. Wir waren dort Brunchen, wo es ausschließlich Fair Trade Produkte gibt. Ich hätte nicht gedacht, dass man das wirklich rausschmeckt und es ist echt eine Überlegung wert, das mehr zu unterstützen. Kann euch nur dazu ermutigen. Und weil uns das vorher nicht klar war und es trotzdem besonders gut geschmeckt hat, kann man auch ausschließen, dass es nur besser war, weil wir dachten, dass es besser sein muss.
Ziemlich glücklich, so gut gebruncht zu haben, ging es weiter in Richtung Causeway Bay, um etwas Shoppen zu gehen. Unterwegs kamen wir an einer Moschee inmitten der Hochhäuser vorbei. Der Kontrast ist ähnlcih stark wie bei der St. Andrew's Church.
In Causeway Bay angekommen setzten wir uns erstmal in den nahegelegenen Victoria Park (dort endet übrigens der Halbmarathon) und ließen die Seele baumeln.

Wieder ausgeruht gingen wir in ein IKEA (kein blau-gelber Block inmitten der Pampa, wie bei uns, sondern unterirdisch) und schauten, was es alles so schönes gibt.

Danach sind wir in ein überirdisches Einkaufszentrum gegangen, wo es wirklich alles gab. Und trotzdem haben wir nichts gekauft. Sehr sparsam also, liebe Muttis und Vatis! ;)

Danach ging es wieder zurück íns Hostel, wo noch Salatzutaten, die wir sinnloser Weise für den Grillabend gekauften hatten, auf uns warteten. Als haben wir Salat geschnippelt und dann einen Film geschaut und den Salat mit Stäbchen (!!!!!) gegessen. Somit hat er ziemlich lang gereicht. :D Satt und müde sind wir dann das letzte mal in unseren gemütlchen, mittlerweile fast heimischen 5 Quadratmetern eingeschlafen. =)

Samstag, 8. Dezember 2012

Besuch =) - Teil 6 - BBQ

Am Morgen hatte es geregnet und auch sonst sah die Wettervorhersage für den Abend nicht so gut aus. Also musste ich nach einem neuen Ort für den Grillabend suchen, wo wir auch vor Regen geschützt waren. Letztlich habe ich einen in Tuen Mun gefunden, der sogar bequemer zu erreichen war als der bis dahin geplante, weil der es eine direkte Verbindung von Hung Hom nach Tuen Mun mit der MTR gibt.
Nachdem ich alles geplant hatte, frühstückten wir mal wieder ausgiebig, schauten noch einen Film und machten uns dann auf den Weg in Richtung Wohnheim, um noch Gemüse für den Grillabend zu kaufen und dann gesammelt loszugehen.
Unterwegs kamen wir noch am Food Court (eine Art Mensa, bei der es viele verschiedene Stände gibt, die Vietnamesisches, Japanisches, Thailändisches Essen und noch viele mehr gibt, diese Food Courts gibt es hier fast in jedem größeren Einkaufszentrum) vorbei, bei dem ich öfter mal esse, weil er auf direktem Weg zwischen Uni und Wohnheim liegt. Da wir schon wieder Hunger hatten und es sicher nicht bis zum Braten ausgehalten hätten, haben wir dort noch etwas gegessen. Gebratene Ente in Honig-Senf-Soße, die nicht danach geschmeckt hat aber trotzdem lecker war und Dumplings (gebratene Teigtaschen) mit Curryfüllung.

Auf dem Weg nach Tuen Mun
Dann haben wir in Hektik noch eingekauft, die Rostbrätel eingepackt und sind dann zusammen losgezogen. Nach einer halben Stunde in Tuen Mun angekommen, mussten wir nur noch einen Bus nehmen und dann waren wir da. Dort haben wir dann 2 schon brennende Roste gemietet. Grillgut hat man bekommen, so viel man möchte, Getränke hatten wir selbst genug mit und so verbrachten wir eine schöne Zeit dort.
Meine Thüringer Rostbrätl sind bei den meisten auch super angekommen. Wie sollte es auch anders sein? =P
Später kamen dann noch Kay und Rainbow, die ich seit meiner ersten Woche in Hongkong nicht mehr gesehen hatte. Da hab ich mich sehr drüber gefreut, dass sie es noch geschafft haben. Über Facebook und Co hatten wir bis dahin noch Kontakt und wenn ich nen Rat brauchte, wo man in Hongkong hingehen kann, haben die beiden mir immer gern geholfen. War also echt schön, sie mal wieder zu sehen.
immer wieder beliebt: Gruppenfotos =)
Das Wetter hat auch einigermaßen mitgespielt. Es war zwar windig und kühl, aber es hat nicht geregnet. Zwischendurch sind Miri und ich an den nahegelegenen Strand gegangen und Miri hat mal kurz ihre Finger in das recht Warme Wasser gehalten. Das erste Mal Pazifik sozusagen! =)
Gegen 11 waren wir alle glücklich und gut gesättigt und sind wieder den Heimweg angetreten. Ich war froh, dass es noch so ein schöner Abend geworden ist und es allen gefallen hat.