Dienstag, 30. Oktober 2012

I'm gonna run the [Hong Kong Half-] Marathon!

Vor kurzem wurde ich von einer der zahlreichen Emails der PolyU (das ist eher spammen als informieren) darauf aufmerksam gemacht, dass Ende Februar ein Marathon in Hongkong stattfindet.
Animiert von der Serie "How I met your Mother", in der Marshall sich vornimmt den New York City Marathon zu laufen, bin ich seit Anfang des Jahres eh schon auf dem Trip sowas mal mitzumachen. Einfach nur um es zu schaffen, egal in welcher Zeit.

Route des Halbmarathons
Also hab ich mich da registriert. Für den richtigen Marathon allerdings nicht, da man dafür vorweisen muss, dass man den Hongkonger 10 km - Lauf oder den Halb-Marathon schon einmal beendet hat. Also fang ich erstmal mit dem Halb-Marathon an. 21,0975 km sollten auch erstmal reichen ;)

Und da ich auch wirklich ankommen möchte, bereite ich mich lieber ein bisschen drauf vor. Meinen Trainingsfortschritt könnt ihr in dem Fenster links verfolgen ;)

Der genaue Termin ist übrigens der 24. Februar, 3 Tage vor meinem Rückflug. Das wird ein Spaß im Flugzeug :D

Freitag, 26. Oktober 2012

Halloween @ Ocean Park

Park vom Eingang aus mit Seilbahn im
Hintergrund
Halloween ist hier eine ganz große Sache und findet nicht nur am 31. Oktober statt, sondern wird quasi die ganze zweite Hälfte des Oktobers gefeiert. Dabei gibts im Ocean Park, ein Freizeitpark auf Hong Kong Island, eine Menge zusätzlicher Veranstaltungen. Außerdem hat der Park dann bis zur Geistertstunde offen. Damit wir nicht überall so lang anstehen müssen, sind wir mitten in der Woche dort hingegangen. Bei 21 € Eintritt will ich schließlich auch was erleben!

Ausblick vom Berg aus













Der Park selbst ist schon schön angelegt und soll sogar besser sein als das teurere Disneyland, was es auch in Hongkong gibt. Er liegt zur Hälfte auf einem Berg von dem man eine schöne Aussicht auf die umliegende Gegend hat, darunter auch Repulse Bay, wo die Beachpaty stattfand.

"The Dragon", wahrscheinlich die älteste Achterbahn dort
und definitiv nicht für mich konzipiert. Meine Schultern
wurden ganz schön von der Sicherheitssperre gequetscht.
Angekommen benutzten wir erstmal den Ocean Express (unterirdische Bahn auf Schienen), um auf den Berg zu kommen. Dort wurden dann erstmal sämtliche Achterbahnen gefahren, bis es dunkel wurde. So richtig überwältigend war dabei nichts. Alles auch recht kurz und wenn man an einem vollen Tag viel anstehen muss, ist man sicherlich mächtig enttäuscht. Trotzdem, wir sind einfach alles gefahren, was sich gedreht hat oder wo Leute geschrien haben. Da der Park Ocean Park heißt, liegt es auch nahe, dass da viele Meerestiere zu sehen sind. Darunter auch Felsenpinguine. Schon niedlich wie die da rumstanden. N bisschen verpeilt zwar aber niedlich.


Die Halloweenattraktionen waren echt nicht übel. Die geben sich hier richtig Mühe, jemanden zu gruseln. Wir waren in drei Geisterhäusern und überall lauerten Angestellte in sehr aufwändiger, blutverschmierter Verkleidung, die einem eine Pistole oder ihr Messer vors Gesicht hielten. In einem hingen wie in einem Schlachthaus Schweine von der Decke. Ich hoffe nur Attrappen. o.O

verpeilter Felsenpinguin


Als ich in den Raum kam, baumelte mir gleich eins entgegen und es fühlte sich schon irgendwie echt an. Illusion perfekt, Gänsehaut pur und da war ich dann auch froh, als ich wieder draußen war. Von den Mädels ganz zu Schweigen, die sich hinter mir versteckt haben und sich an meinem T-Shirt festkrallten, damit sie nich verloren gingen. Aber die hat es meistens eh schlimmer erwischt, weil die Schauspieler immer gewartet haben, bis die ersten 1,2 Leute vorbei sind. Muahahahaha :o)

Blick von der Seilbahn ins "Tal", könnte auch ein Skiort in
den Alpen sein




Runterwärts haben wir die Seilbahn genommen, bei der ich die Halterungen für Ski und Snowboard irgendwie vermisst hab. Und mir hat es sofort in den Füßen gegribbelt. Hoffentlich ist es im März, wenn ich wieder da bin noch kalt, damit ich dieses Jahr noch zum Skifahren komme. Naja, das ist ein anderes Thema ^^

Alles in allem war es schon echt nicht schlecht. Wieder etwas, was ich in Hongkong von der To-Do-Liste streichen kann ;)





PS: Gestern hab ich auf Arbeit zwei Doktoranden kennengelernt, die mal ein Austauschsemester in Jena gemacht haben. Ratet mal was die in Hongkong vermissen! Thüringer Rostbratwurst! :D zu geil! Da hab ich mich gefreut. 
Aber sie haben mir einen Laden genannt, in dem man die angeblich für viel Geld kaufen kann. Einmal wäre es mir das ja schon wert. Vielleicht zu meinem Geburtstag an dem ich einen Grillabend machen möchte, selbstverständlich mit Pittis selbsteingelegten Rostbräteln ;). Mal schauen, wie die hier werden.

PPS: Da ich ja ständig von irgendwelchen Orten rede, hab ich mal eine Karte eingefügt, damit ihr euch auch auf der Reise durch Hongkong orientieren könnt. Einfach links in der Leiste auf das Bild klicken und ihr kommt zu einer vergrößerten Ansicht. Vielleicht seit ihr dann sogar NOCH mehr dabei =D

Dienstag, 23. Oktober 2012

Spring einfach!

Trinkerwasserreservoir
Da am Dienstag Feiertag war (Fest der doppelten Neun), hab ich wieder 'nen Ausflug gemacht. Diesmal ging es in die Gegend von Sai Kung, wo ich ja schon öfter war, im Nord-Osten von Hongkong. Dort gibts nämlich die Möglichkeit von einer Klippe ins Wasser zu springen. Viele hatten schon einen Ausflug dahin gemacht und davon geschwärmt. Jetzt wollt ich das auch mal ausprobieren. Ein bisschen Adrenalin kann ja nicht schaden. ;)
Also im völlig überfüllten Doppeldecker-Bus (wie üblich) nach Sai Kung, von dort aus mit dem Minibus (auf den wir, wegen des Andrangs eine Stunde warten mussten, bei 30 °C direkt in der Sonne...puh) weiter in die Nähe von Sai Wan.
man erkennt sogar die Staumauer, wenn man genau hinsieht





Dort war es dann noch 1 Stunde zu Fuß, wieder einmal auf einer Wanderroute, diesmal aber komplett asphaltiert =(. Trotzdem konnte man von dort auf einen riesigen Stausee sehen, der als Trinkwasserreservoir genutzt wird. Deswegen fehlt da auch n bissl Wasser ;)


 
Strand von Sai Wan
Am Ende des Wanderwegs war dann ein sehr schöner weißer Sandstrand, an dem wir nach dem Klippenspringen noch baden wollten.

schmaler Pfad zu den Klippen

















Der Weg zu den Klippen war relativ schmal und kantig. Als wolle man sicher gehen, dass wirklich nur fitte Leute zu den Klippen kommen.

Endlich angekommen, kühlten wir uns erstmal in dem Bergsee ab. Zur Abwechslung war das Wasser weder salzig noch gechlort. Hatte schon fast was vom Baggersee bei meiner Oma. Nur ein bisschen sauberer :D. Nachdem ich einigen Verrückten zugeschaut hatte, ging ich dann selbst auf die Klippe. Der erste Sprung hat mich ganz schön Überwindung gekostet. Von oben sieht das immer so hoch aus. Aber bei den nächsten Sprüngen ging es dann. Nur das mit den Armen rudern, konnt ich einfach nich unterdrücken :D Schauts euch mal an und seid bitte nich so streng mit den Haltungsnoten. =)
an Mutti: Guck lieber nicht hin ;)


Nachdem ich ein paar Mal gesprungen bin und die anderen auch die Nase voll hatten, sind wir noch kurz zum Strand und haben eine Surfschule beobachtet. Schon krass, wie schnell die kleinen (denk mal so zwischen 8 und 12) das lernen.

Auf dem Rückweg mussten wir uns dann ganz schön beeilen (und das auf dem hügeligen Wanderpfad), damit wir noch den Bus zurück bekommen. In Sai Kung mussten wir ja in einen anderen Bus umsteigen. Und beim Warten wurden wir von Vögeln attackiert. Scheißen die einfach vom Baum aus mitten in unsere Gruppe und einem von uns direkt auf die Schulter. Und dann haben die noch mit Nüssen nach uns geworfen. Sauerei!

Trotzdem, der Tag war ziemlich cool. =)

PS: Bewertet mal meinen Sprung in der Umfrage links!

Montag, 22. Oktober 2012

Hongkong wieder mal anders

Um erneut der Großstadt und den vielen Menschen (vor allem nach meinem letzten Erlebnis in Mong Kok) zu entfliehen, hab ich mich mal wieder einer Hiking Tour angeschlossen. 
Diesmal wurde der Dragon's Back Trail im Süd-Osten von Hong Kong Island begangen. Dieser war nicht ganz so lang (weniger als 2h) und es gab auch mal Abschnitte, bei denen es geradeaus ging im Gegensatz zu HOCH, RUNTER, HOCH, RUNTER, HOCH, HOCH, HOCH, RUNTER, HOCH, RUNTER, RUNTER,... =) 
Also zur Abwechslung sehr entspannt und der Ausblick war sogar noch besser als beim letzten Mal. Genießt einfach die Bilder!

Blick auf eine "Penthouse-Siedlung". Da wohnen...*träum*
hat was von der Großen Mauer, nur ohne
Mauer und mit Meer. Ja...also doch eher nich.
Aber das war mein erster Gedanke^^
Golfplatz am Fuß des Drachenrückens, die haben bestimmt
'nen hohen Verbrauch an Golfbällen :D
 





















Am höchsten Punkt hab ich Sandwiches ausgepackt, ein bisschen Schokolade gegessen (als müsse man die Aussicht noch versüßen :D) und hab den Blick auf die Landschaft und das Meer bei einem immer noch kühlen "isotonischen" Getränk genossen. Ich war ja mal sowas von auf diesen Ausflug vorbereitet =D.

Inwoo ('n übelst cooler Koreaner) und ich.
Ja, ich schau zur Kamera als wäre ich
komplett fertig, aber nur weil ich gegen die
Sonne gucken musste.
Während des Wanderns blies uns eigentlich die ganze Zeit ein recht starker Wind vom Meer entgegen und irgendwann ist mir aufgefallen, dass meine Haut sich anfühlte, als wäre ich im Meer baden gewesen. Der Seewind hat also sehr viel vom verdunsteten Meerwasser in sich gehabt. Dass nenn ich mal Luftkur für meine Lungen =). Allgemein merkt man auch deutlich den Unterschied der Luft im Vergleich zur Stadt. Echt angenehm!

Die höchste Stelle des Wanderwegs. Durch das Meer im
Hintergrund wirken die 284 m noch höher als sie eigetlich
sind, find ich.
















Inwoo schläft und nichts konnte ihn wecken :D





Am Ende der Wanderroute befand sich dann auch noch ein Strand. Super Abschluss von so 'nem Ausflug. =)











Ja, ich war auch Baden, war da nur schon wieder angezogen
weil ich gleich wieder los wollte.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Pitti im Kaufrausch

Am Samstag, vor meiner wöchentlichen Präsentation, hab ich mal das Frühstück in der Mensa ausprobiert. Fazit: Anders, aber lecker und reichhaltig und vor allem günstig. Auf 17 HKD komm ich, wenn ich zuhause frühstücke, nur, wenn ich die Butter übers Toast kratze. Also sollte ich wirklich überlegen, da öfter hinzugehen.

Nachdem ich meine Präsentation hinter mir hatte, dacht ich mir, ich gönn mir mal etwas. Ich hatte sowieso vor, mir hier ordentliche Laufschuhe zu kaufen. Hatte mich online schon über mögliche Läden informiert und hab dann einfach den ersten besucht, der auch Asics anbietet. Der befand sich in Mong Kok (der überfüllteste Ort Hongkongs). Und ich wollte ausgerechnet an einem Samstag zur Mittagszeit dort hin. Also dort nerven mich die Menschenmassen, muss ich sagen. Das ist mir dann doch etwas zu viel. Aber ich kann ja meinen Aufenthalt dort auf wenige Stunden beschränken.
Vor lauter Menschen war es auch schwer, den Laden zu finden. Man musste nämlich eine schmale Treppe in ein Haus hinein finden und dann mit dem Fahrstuhl in den 7. Stock. Dort war der Laden in einer Wohnung eingerichtet. Das wirkte erstmal ein wenig dubios =)

meine neuen super bequemen Laufschuhe. Angepasst für
Hongkong, sodass ich im Neonlicht nicht auffalle
Aber die Schuhe sahen gut aus und als ich mich ein paar Minuten umschaute, sprach mich dann auch der Verkäufer in ganz passablem Englisch (Gott sei Dank!) an. 
Ab da wurde ich einfach unglaublich gut beraten. So viel Zeit habe ich noch nie in einem Schuhladen verbracht. Er hat meine Fußmuskeln abgetastet (schwuler Moment), sich genau angeschaut, wie ich in den Schuhen laufe, festgestellt, dass mein rechter Fuß etwas kürzer ist als der linke und mir genau gesagt, was ich brauche. =) 
Letztendlich hab ich ein sehr bequemes Paar gefunden, 50 € billiger, als ich in Europa bezahlt hätte. =) Bin ich ein Glückspilz =)

mein erster 1000er




Geld musste ich aber trotzdem noch abheben. Dabei viel mir diese Rarität (zumindest für mich bis dahin) in die Hände.
Die 1000 HKD Note ist der Schein mit dem höchten Wert, den man in Hongkong bekommen kann. ;) Mal sehen, wieviele ich noch sehe.






Da Wilson ja weg ist, haben wir auch keine Gitarre mehr und ich hab es schon vermisst, zu spielen. Also hab ich mal in einem Musikladen in der Nähe geschaut, ob es eine billige gibt, die noch einigermaßen gut klingt, und auch für Anfänger noch gut spielbar is, weil ein paar Leute hier n bissl Spielen lernen wollen.
Mit Tasche, Stimmgerät und Plektrum bin ich dann auf Knapp 70 € gekommen. Und da wir uns das Geld dafür wahrscheinlich teilen, bezahl ich noch weniger. Das ist es mir wert, ab und zu Gitarre spielen zu können. =) Wer die Gitarre dann behält, ist noch offen. Spenden wir vielleicht dem Wohnheim und wir verewigen uns drauf, mal sehen.